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Zerstörungsfreie Feuchtemessung im Gebäude – wie der MOIST SCAN 100 arbeitet

  • Autorenbild: Roy Walter
    Roy Walter
  • 10. Aug.
  • 4 Min. Lesezeit

Feuchte in Bauteilen zu finden, ohne Wände aufzureißen oder Böden aufzubrechen, ist heute möglich. Der MOIST SCAN 100 misst Feuchtigkeit zerstörungsfrei und flächendeckend, mit Mikrowellentechnologie, bis zu 30 Zentimeter tief ins Bauteil. Das Ergebnis ist keine Zahl an einem Messpunkt. Es ist eine Feuchtekarte, die zeigt, wo Wasser steckt, wie es sich verteilt und wo die Konzentration am höchsten ist.


MOIST SCAN 100 Mikrowellen-Feuchtescanner bei der zerstörungsfreien Feuchtemessung im Gebäude

Was ist der MOIST SCAN 100?


Der MOIST SCAN 100 ist ein spezialisiertes Mikrowellen-Feuchtescansystem der Firma hf sensor GmbH aus Leipzig. Das Gerät wird wie ein Wagen über die zu untersuchende Fläche geschoben und nimmt dabei kontinuierlich Messdaten auf. Jeder Messpunkt wird einer genauen Position zugeordnet. Am Ende entsteht eine farbige Feuchtekarte, die Wasserverläufe, Feuchtenester und Leckagen sichtbar macht.

SVB Walter setzt dieses System seit Jahren in der Bauwerksdiagnostik ein, bei Privatgebäuden genauso wie bei gewerblichen Objekten, Industriehallen und historischen Bauwerken.


Wie funktioniert die zerstörungsfreie Feuchtemessung im Gebäude?


Das Messprinzip nutzt eine physikalische Eigenschaft von Wasser: Wassermoleküle reagieren deutlich stärker auf elektromagnetische Felder als trockene Baustoffe. Die Dielektrizitätskonstante von Wasser liegt bei etwa 80, die der meisten Baustoffe zwischen 2 und 10. Dieser Unterschied wird gemessen.

Die Mikrowellen durchdringen das Bauteil ohne Bohrung, ohne Materialentnahme und ohne gesundheitliche Gefahr. Das Gerät erfasst dabei, wie viel der Strahlung in verschiedenen Tiefenschichten durch vorhandene Feuchtigkeit absorbiert wird. Je nach eingesetztem Sensor reicht die Messtiefe von 5 bis 7 Zentimetern an der Oberfläche bis zu 25 bis 30 Zentimetern in der Tiefe. Ein Spezialsensor ermöglicht Messungen bis etwa 80 Zentimeter.

Ein wesentlicher Vorteil gegenüber kapazitiven Messgeräten: Die Mikrowellenmessung wird kaum durch Salze im Baustoff beeinflusst. Das macht das Verfahren besonders zuverlässig bei Altbauten und Sanierungsprojekten, wo Salze in Wänden und Böden häufig vorkommen.


Wo wird der MOIST SCAN 100 eingesetzt?


Das Gerät arbeitet überall dort, wo klassische Punktmessgeräte an ihre Grenzen stoßen oder wo eine großflächige Erfassung notwendig ist.

Typische Einsatzgebiete sind:

Flachdächer – Undichtigkeiten führen zu Feuchtigkeit in der Dämmung. Der Scanner lokalisiert Leckagen, bevor die Dämmung vollständig durchfeuchtet ist.

Industrieböden und Betonbauteile – Durchfeuchtungen, Feuchtenester und Wassereintritt in Großflächen werden flächendeckend und schnell erfasst.

Bürogebäude und gewerbliche Objekte – Feuchtemessungen ohne Betriebsunterbrechung, da keine zerstörerischen Eingriffe notwendig sind.

Holzständerbauweise – Feuchte in Holzkonstruktionen bleibt oft lange unentdeckt. Das Mikrowellenverfahren macht sie sichtbar, bevor strukturelle Schäden entstehen.

Brücken und Straßen – Wassereintritt in Betonkonstruktionen wird kartiert.

Historische Bauwerke – Wo eine Probenentnahme aus denkmalschutzrechtlichen Gründen nicht möglich ist, arbeitet das zerstörungsfreie Verfahren ohne jeden Eingriff in die Bausubstanz.


Was unterscheidet die Feuchtekarte von einer Einzelmessung?


Klassische Messgeräte liefern Einzelwerte an einzelnen Punkten. Wer wissen will, ob eine Fläche insgesamt feucht ist und wo die Konzentration liegt, muss viele Punkte einzeln messen und manuell auswerten. Der MOIST SCAN 100 übernimmt das automatisch.

Das Gerät wird mit bis zu einem Meter pro Sekunde über die Fläche bewegt. Die Messwerte werden kontinuierlich aufgezeichnet und als farbige Feuchtekarte dargestellt. Blaue und grüne Bereiche stehen für trockene Zonen, warme Farben markieren Feuchtekonzentrationen. So werden Feuchtebahnen, Leckagen und Wassernester sichtbar, die bei Einzelpunktmessungen leicht übersehen werden.

Für Architekten, Bauleitungen und Ingenieure, die Entscheidungen auf belastbarer Datenbasis treffen müssen, ist das ein wesentlicher Unterschied.


Wann ist eine qualitative, wann eine quantitative Messung sinnvoll?


Der MOIST SCAN 100 arbeitet in zwei Betriebsarten.

Die qualitative Feuchtekartierung zeigt zuverlässig, wo sich Feuchtigkeit befindet. Sie ist besonders geeignet zur Ortung von Leckagen und Wassereintritt und liefert in der Regel sofort verwertbare Ergebnisse.

Die quantitative Feuchtebestimmung, also die genaue Angabe von Masse- oder Volumenprozent Wasser, erfordert eine materialspezifische Kalibrierung. Wenn diese Kalibrierung vorliegt, sind reproduzierbare Feuchtewerte möglich.

Für die meisten Anwendungen in der Bauwerksdiagnostik ist die qualitative Kartierung ausreichend. Sie zeigt, ob und wo gehandelt werden muss, und liefert die Grundlage für ein fundiertes Sanierungskonzept.


MOIST SCAN 100 im Vergleich mit anderen Verfahren


Verfahren

Eindringtiefe

Flächenleistung

Zerstörend

Widerstandsmessung

wenige mm

gering

nein

Kapazitive Messung

2 bis 5 cm

mittel

nein

CM-Methode

gesamte Probe

zerstörend

ja

Darrprobe

gesamte Probe

zerstörend

ja

MOIST SCAN 100

bis ca. 30 cm

sehr hoch

nein

Der MOIST SCAN 100 ist das einzige Verfahren in dieser Übersicht, das eine hohe Flächenleistung mit tiefer, zerstörungsfreier Feuchtemessung im Gebäude verbindet.


Häufige Fragen zur zerstörungsfreien Feuchtemessung


Ist die Mikrowellenstrahlung gesundheitsschädlich?

Nein. Die Intensität der Mikrowellenstrahlung beim MOIST SCAN 100 ist so gering, dass sie keine gesundheitliche Gefahr darstellt. Das Verfahren ist für Innen- und Außenanwendungen in bewohnten und genutzten Gebäuden geeignet.

Kann der MOIST SCAN 100 auch in Holzständerbauten eingesetzt werden?

Ja. Das Gerät ist für verschiedene Baumaterialien geeignet, darunter auch Holzkonstruktionen. Bei Holzständerbauweise bleibt Feuchte oft lange unsichtbar und kann zu erheblichen strukturellen Schäden führen. Die Mikrowellenmessung macht sie sichtbar, ohne in die Konstruktion einzugreifen.

Wie lange dauert eine Feuchtemessung mit dem MOIST SCAN 100?

Das hängt von der zu untersuchenden Fläche ab. Da das Gerät mit bis zu einem Meter pro Sekunde über die Fläche bewegt wird und dabei kontinuierlich misst, lassen sich auch große Flächen in kurzer Zeit erfassen. Für gewerbliche Objekte und Industriehallen ist das ein erheblicher Zeitvorteil gegenüber Einzelpunktmessungen.

Wann brauche ich ein Gutachten und wann reicht die Messung allein?

Die Feuchtekarte zeigt, wo Feuchte vorhanden ist. Ein Gutachten bewertet darüber hinaus die Ursache, das Ausmaß des Schadens und gibt eine klare Handlungsempfehlung. In vielen Fällen, besonders bei Immobilienkauf, Streitigkeiten oder geplanten Sanierungen, ist das Gutachten die rechtssichere Grundlage.

Für welche Gebäudetypen ist das Verfahren geeignet?

Das Verfahren eignet sich für Wohngebäude, Industriehallen, Bürogebäude, Flachdächer, Brücken, historische Bauwerke und Holzständerkonstruktionen. Überall dort, wo Feuchte flächig erfasst werden muss, ohne in die Bausubstanz einzugreifen.

Was kostet eine Feuchtemessung mit dem MOIST SCAN 100?

Die Kosten hängen von der Objektgröße, der Zugänglichkeit und dem gewünschten Umfang der Auswertung ab. SVB Walter gibt auf Anfrage eine unverbindliche Einschätzung. In der Regel sind die Kosten für die Messung deutlich geringer als die Kosten für eine Sanierung, die ohne belastbare Diagnose am falschen Punkt ansetzt.

Kontakt und Anfrage

SVB Walter ist geprüfter und zertifizierter Bauwerksdiagnostiker und Sachverständiger für Wasser-, Feuchte- und Schimmelpilzschäden. Der MOIST SCAN 100 gehört zum festen Messgeräte-Arsenal für die Bauwerksdiagnostik.

Wer wissen will, was wirklich in seinen Wänden, Böden oder Dächern steckt, kann direkt anfragen. Unter svb-walter.de oder telefonisch unter 02352-3449123.

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