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Wasser im Keller nach Starkregen: Was in den ersten 24 Stunden zählt

  • Autorenbild: Roy Walter
    Roy Walter
  • 18. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Wasser im Keller nach Starkregen ist im August keine Seltenheit. Hitzegewitter bringen in kurzer Zeit große Mengen Regen, das Wasser findet Wege durch Lichtschächte, undichte Fugen oder Kellerfenster, die im Frühjahr noch trocken waren. Entscheidend ist, was in den ersten 24 Stunden danach passiert. Wer trocknet, lüftet und dokumentiert, hat gute Karten. Wer abwartet, riskiert, dass sich die Feuchtigkeit tief ins Mauerwerk zieht und Schimmel folgt.


Warum August-Gewitter besonders tückisch sind

Starkregen gefährdet deinen Keller.

Starkregen im Sommer kündigt sich anders an als der Dauerregen im Herbst. Er kommt plötzlich, oft mit hoher Intensität auf kleinem Raum, und die Kanalisation kann die Wassermenge nicht immer aufnehmen. Das Ergebnis: Wasser drückt zurück, sucht sich Wege durch Ritzen, die man beim letzten Regen noch nicht bemerkt hat. Betroffen sind nicht nur Häuser in klassischen Hochwassergebieten. Auch ein Kellerfenster mit einer kleinen undichten Stelle reicht.

Die ersten 24 Stunden nach dem Wassereintritt

Trocknen

Wasser sofort aufnehmen, Böden und Wände freilegen. Nasse Gegenstände raus aus dem Keller, sonst zieht die Feuchtigkeit weiter. Bei größeren Mengen helfen Bautrockner, kleine Pfützen lassen sich mit Lappen und Nasssauger bewältigen.

Lüften

Querlüftung, wenn möglich, kein Kippfenster. Zwei gegenüberliegende Fenster oder Türen sorgen für Durchzug und beschleunigen die Trocknung deutlich mehr als ein einzelnes gekipptes Fenster.

Dokumentieren

Fotos machen, bevor mit dem Trocknen begonnen wird. Für die Versicherung zählt der Zustand direkt nach dem Ereignis, nicht danach.


Wann ihr einen Gutachter ruft

Nicht jeder feuchte Fleck braucht sofort eine Fachfirma. Aber wer nicht sicher ist, wie tief das Wasser eingedrungen ist, ob es hinter der Wand weiterläuft oder ob die Dämmung betroffen ist, sollte sich früh melden. Der Punkt, an dem Schimmel sichtbar wird, ist meistens der Punkt, an dem es teurer wird. SVB Walter prüft, wie tief die Feuchtigkeit sitzt, und sagt euch, ob und was zu tun ist, bevor daraus ein größeres Problem wird.

Was danach kommt

Auch wenn die Oberfläche wieder trocken wirkt, kann Feuchtigkeit im Mauerwerk stecken. Eine Messung schafft Klarheit, ob weiter getrocknet werden muss oder ob alles in Ordnung ist. Das gilt besonders bei älteren Kellern ohne durchgehende Abdichtung.


Häufige Fragen zu Wasser im Keller nach Starkregen

Wie schnell muss ich nach Wassereintritt im Keller handeln?Am besten sofort. Innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden entscheidet sich, ob Feuchtigkeit oberflächlich bleibt oder tiefer ins Material zieht und Schimmel begünstigt.

Reicht Lüften allein, um Schimmel nach Starkregen zu verhindern?Nein. Lüften unterstützt die Trocknung, ersetzt aber keine technische Trocknung bei größeren Wassermengen oder bei Feuchtigkeit, die tief im Mauerwerk sitzt.

Woran erkenne ich, dass Wasser tiefer eingedrungen ist, als sichtbar ist?Sichere Anzeichen gibt es ohne Messung kaum. Ein modriger Geruch, dauerhaft kühle oder klamme Wandstellen und Feuchtigkeit, die trotz Lüften nicht zurückgeht, sind Hinweise, die eine Prüfung sinnvoll machen.

Zahlt die Versicherung bei Wasserschäden durch Starkregen im Keller?Das hängt von der Police ab. Klassische Wohngebäude- oder Hausratversicherungen decken meist Leitungswasserschäden ab, für Starkregen und Rückstau braucht es in der Regel eine zusätzliche Elementarschadenversicherung. Details klärt am besten die eigene Versicherung direkt.

Wann sollte ich nach Starkregen einen Gutachter einschalten?Sobald Unsicherheit besteht, wie tief das Wasser eingedrungen ist oder ob Bauteile wie Dämmung oder Estrich betroffen sind. Früh gerufen, lässt sich oft noch verhindern, dass aus einem Wasserschaden ein Schimmelproblem wird.

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